DER HEILIGE VATER IM HEILIGEN LAND

ARD MITTAGSMAGAZIN: LIVE AUS ISRAEL 2009!

Mitte Mai zieht ein kleines Mittagsmagazin-Team wieder los nach Israel. Papst Benedikt besucht das Heilige Land und wir berichten täglich aus Jerusalem, Bethlehem, Nazareth und Yad Vashem. Live im Mittagsmagazin vom 11. bis 15. Mai 2009.


SENDUNGSORTE ANKUNFTJAD VASHEM | JERUSALEM TEMPELBERG | BETHLEHEM | NAZARETH | JERUSALEM ÖLBERG

SHALOM!


Ankunft im ARD-Studio Tel Aviv

Immer der erste Gang auf einer Mittagsmagazin-Reise: Kontakt mit dem ARD-Studio vor Ort aufnehmen, denn die Crew dort macht Beiträge für uns und hilft bei der Suche nach Dreh- und Sendeorten.

Hohe Drehzahl: Das ARD Studio in Tel Aviv kennt momentan keine ruhige Minute – der Papst kommt und alle wollen Filmbeiträge, Live-Schalten und Hintergrund-Infos…
Schon fertig? Mittagsmagazin-Boss Klemens trifft Autor Markus, der für uns Filmbeiträge macht.
It’s okay: Die Producerin Leora im ARD-Studio hat alle Organisations-Fäden in der Hand. Wenn sie sagt, es geht nicht, dann geht’s wirklich nicht. Aber das hat sie kein einziges Mal gesagt…

Drehort-Suche in Nazareth

Nazareth – was für ein Name! Der Wohnort von Jesus – mal ganz verkürzt und salopp gesagt. Doch wer sich ein romantisches Dorf im Heiligen Land vorstellt, bekommt sofort ein anderes Bild geliefert: Eine dichte Stadt mit Staus, Beton und quirrligem Leben.

Weitblicke: Vom Dach eines Bürogebäudes senden wir am Donnerstag. Heute legen wir schon mal die Kamera-Einstellungen fest.
Könnte heiß werden: Ungeschützt knallt die Sonne auf das helle Dach. Und das heisst: Viel Wasser, gut eincremen und „Butterflys“ (Schatten-Segel) aufstellen.
Dort hinten! Kameramann Micki zeigt uns den Hügel, auf dem der päpstliche Hubschrauber landet.
Probe-Stellung: Scheider vor der Verkündigungs-Basilika. Dort hat die Jungfrau Maria von Erzengel Gabriel erfahren, dass sie den Sohn Gottes zur Welt bringt.
Prima! Mittagsmagazin-Co-Chefin Anja ist begeistert von Ausblick und Weitblick…

Jad Vashem: An einem Ort der Stille

Auch die Holocaust-Gedenkstätte besucht der Papst. Und wir dürfen vorher schon mal hineinsehen – und auch eine Moderation aufzeichnen. Ein schwerer Gang für das ganze Team.

Die Flamme des Gedenkens: Sie brennt immer – und erinnert an den industriellen Mord an sechs Millionen Juden im Dritten Reich.
Leise Töne: Wir zeichnen zuvor in der Halle der Erinnerung eine Moderation auf.
Mahnmal: Ein original Viehwaggon aus Polen. Allerdings haben die Nazis darin kein Vieh, sondern Menschen in die Todeslager tranportiert. Über 100 Männer, Frauen und Kinder mussten tagelang in Hitze oder Eiseskälte in dem engen Wagen ausharren. Viele haben die Fahrt nicht überlebt. Ein Überlebender erzählt: Ein Bahnmitarbeiter hat ihm einen Becher Wasser gegeben. Aber nicht aus Herzensgüte, sondern im Tausch gegen alles Gold und Geld.

Jerusalem: Ausblicke am Tempelberg

Wir recherchieren einen Platz zwischen den alten Mauern, der uns einen einzigartigen Blick auf die Klagemauer ermöglicht. Und dann steht schnell fest: Von hier aus wollen wir senden!

Bilderrausch: Die Altstadt von Jerusalem bietet 1001 Fotomotive. Felsendom hinter Stacheldraht zum Beispiel.
Hier drehen wir: Auf einem kleinen Aussichts-Balkon beschließen wir, die Dienstags-Sendung zu fahren. Aufnahmeleiterin Ira lässt das Auge über den Tempelberg wandern.
Die Schattenmänner: Christian, Richard und Klemens flüchten auf eine schattige Bank. Der ARD-Korrespondent warnt uns: In Jerusalem musst du acht Liter Wasser am Tag trinken und im Schatten bleiben – sonst kippst du um – und er hat schon viele umkippen sehen…
Souvenir: Redaktionschef Klemens in Pose vor der Klagemauer.
Wunsch frei! Jeder Besucher darf einen Wunsch aufschreiben und ihn in die Ritzen der Klagemauer stecken. Es sammelt sich einiges an – und ein paar Mal im Jahr „befreien“ Helfer die Mauer von all den Wünschen. Die Zettel werden dann auf dem Ölberg vergraben.
Erledigt! ARD-Korrespondent Richard hat eben seinen Wunsch plaziert. Was auf seinem Zettel stand, wissen wir nicht.
Heißer Drehort: Wir verlassen wieder die Klagemauer, denn es warten noch weitere Drehorte auf uns.

Energie tanken!

Die ersten Vorbesichtigungen liefen bestens – jetzt widmen wir uns der Küche des Landes. Und müssen einmal mehr feststellen: Köstlich! Sensationell! Hammer! Aber – nichts für Kalorienzähler…

Snack & Schnacken: ARD-Korrespondent Richard Schneider führt die Besichtigungs-Truppe in Jerusalem in ein kleines Altstadt-Café…
… und verführt die Crew zu einem Teller „Zwischenmahlzeit“: Cremig, ölig, kalorienreich – aber sehr schmackhaft!
Bye Jerusalem: Ira und Kameramann Mikki werfen noch mal einen letzten Blick auf Jerusalem. Aber – wir kommen ja wieder!
Was passiert? Ira, Shelly, Anja und Carmen kommen aus der Altstadt. Und über der liegt gerade eine dunkle Rauchwolke! Wohl aber nur ein brennender Papierkorb oder ähnliches.

Unsere Sendungen

MONTAG 11.5. Jad Vashem Gedenkstätte
DIENSTAG 12.5. Jerusalem Tempelberg
MITTWOCH 13.5. Bethlehem Ortsmitte
DONNERSTAG 14.5. Nazareth Verkündigungs-Basilika
FREITAG 15.5. Jerusalem Ölberg & Garten Getsemani

MONTAG 11. MAI 2009: LIVE AUS JAD VASHEM



Es ist ruhig hier. Und kühl. Wir betreten die Halle der Erinnerung, in der die Namen von 22 großen deutschen Todesfabriken in den Boden eingelassen sind. Und wir betreten damit einen Ort, an dem man soviel falsch machen kann. Als hoher Gast, aber auch als Fernsehteam. Der Papst beginnt seine Israel-Reise hier in Jad Vashem am Montag, den 11.5.2009. Am späten Nachmittag wird er erwartet. Das Mittagsmagazin sendet kurz zuvor von der Holocaust-Gedenkstätte Jad Vashem in Jerusalem.

Ein Name steht für alles Grauen: Die Boden-Inschrift von Auschwitz-Birkenau. Trotz aller Professionalität steht das Mittagsmagazin-Team schweigend vor den Lettern.
Der Handgriff für Staatsgäste: Hoher Besucher ziehen immer einmal an dem verzierten Griff hinter dem ewigen Feuer. Für einen kurzen Moment lodert die Flamme dann besonders hoch.

ÜBER 100 MENSCHEN WURDEN IN UNSEREN VIEHWAGGON GEPACKT… ES IST UNMÖGLICH, DIE TRAGISCHE LAGE IN UNSEREM LUFTLOSEN UND GESCHLOSSENEN WAGGON ZU BESCHREIBEN. JEDER HAT VERSUCHT, SICH ZU EINER KLEINEN ÖFFNUNG ZU DRÄNGEN. ICH FAND EINEN SCHLITZ IN DEN BODENBRETTERN UND STECKTE MEINE NASE DORT HINEIN, UM EIN WENIG LUFT ZU BEKOMMEN. DER GESTANK IN DEM VIEHWAGEN WAR UNERTRÄGLICH. DIE MENSCHEN MACHTEN IN JEDE ECKE DES WAGGONS. NACH EINIGER ZEIT STOPPTE DER ZUG PLÖTZLICH. EIN WACHPOSTEN BETRAT DEN WAGGON. ER KAM, UM UNS AUSZURAUBEN. UND ER NAHM ALLES, WAS NICHT VERSTECKT WAR: GELD, UHREN, WERTGEGENSTÄNDE… WASSER! – BATEN WIR DIE EISENBAHN-ARBEITER – WIR WÜRDEN AUCH GUT BEZAHLEN. ICH GAB 500 ZLOTY UND BEKAM EINEN BECHER WASSER – UNGEFÄHR EIN HALBER LITER. ALS ICH TRANK, GRIFF MICH EINE MUTTER MIT EINEM FAST BEWUSSTLOSEN KIND AN. SIE MUSSTE MICH ZWINGEN, IHR EIN WENIG WASSER ÜBRIG ZU LASSEN. ICH LIESS IHR ETWAS WASSER IM BECHER UND BEOBACHTETE, WIE DAS KIND TRANK. DIE SITUATION IM ZUG VERSCHLECHTERTE SICH IMMER MEHR. ES WAR DRÜCKEND HEISS IN DER SONNE UND DIE MENSCHEN LAGEN HALBNACKT IM WAGGON. EINIGE FRAUEN TRUGEN NUR NOCH UNTERWÄSCHE. LEUTE KÄMPFTEN UM EIN WENIG FRISCHE LUFT UND EINIGE BEWEGTEN SICH NICHT MEHR. DER ZUG ERREICHTE DAS LAGER. VIELE LAGEN REGUNGSLOS AUF DEM BODEN DES WAGGONS. EINIGE VON IHNEN TOT.

Stumme Zeugen: Ein alter Viehwaggon aus Polen, den die Nazis für ihre Menschentransporte in die Todeslager benutzt haben. Die Aufschrift: Deutsche Reichsbahn München.
Erinnerungen: Ein Überlebender schildert die Fahrt in dem Todeswaggon (siehe oben).

 

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Halle der Erinnerung: Carmen, Klemens und Micki und Moshe diskutieren vorsichtig den passenden Kamera-Ausschnitt. Wir dürfen weder stören, noch laut sein, noch Licht anmachen. Aber das wollen wir auch nicht.
Treblinka: Ein nicht minder berüchtigtes Todeslager der Nazis, aus dem Überlebende besonders apokalyptische Szenen geschildert haben.
Die Tagesschau ruft: ARD-Korrespondent Richard Schneider geht gleich auf Sendung. Auf dieser Bühne sendet auch das Mittagsmagazin.
Kontrollblick: Maskenbildnerin Meital prüft, ob das Makeup der heißen Sonne standhält.
Regieanweisung: Carmen und Richard sprechen über Kamera-Einstellungen und Zeitangaben. Der ARD-Korrespondent von Tel Aviv ist nämlich später unser Studiogast für heute.
Noch wenige Sekunden: Richard schaltet sein Handy aus – damit es nicht während der Live-Schaltung klingelt. Und dieses Handy klingelt sehr oft.
Meldungslage: Mittagsmagazin-Co-Chefin Anja wirft noch einen Blick in den Nachrichtenticker und ändert noch ein letztes Mal den Ablaufplan.

JAD VASHEM

Mehr als zwei Millionen Menschen besuchen jedes Jahr die offizielle Gedenkstätte für die über sechs Millionen ermordeten Juden im Dritten Reich. 1953 hat Israel in Jerusalem Jad Vashem gegründet. Jad Vashem heisst sinngemäss Denkmal und Name. Damit soll den namenlosen Opfern des Holocaust auch eine Identität gegeben werden. In den Todeslagern wurden die Menschen entweder anonym umgebracht - oder sie bekamen nach der Selektion an der Eisenbahn-Rampe eine Nummer eintätowiert. Das Herz von Jad Vashem liegt in der "Halle der Erinnerung". Dort befinden sich eine Steinplatte, unter der Asche aus den Konzentrationslagern liegt, eine Gedenkflamme sowie die Namen von 22 großen KZs in den Boden eingelassen. OFFIZIELLE WEBSITE VON JAD VASHEM

DIENSTAG 12. MAI 2009: LIVE VOM TEMPELBERG IN JERUSALEM


TEMPELBERG

Der Tempelberg in Jerusalem gehört zu den heiligsten und gleichzeitig umstrittensten Flecken überhaupt. Dort findet sich nicht nur die Klagemauer – sondern auch das große islamische Heiligtum, die Al-Aqsa-Moschee. Ebenfalls auf dem Tempelberg: Der markante Felsendom der Moslems – mit seiner goldenen Kuppel. Um den Tempelberg rankten sich viele Streitigkeiten, Geschichten und Legenden. Auch die Bundeslade soll hier einst gelegen haben: Also die bis heute verschollene Kiste mit den Steintafeln, auf denen Moses die zehn Gebote empfangen hat.

On air: Hansi Fischer übergibt wieder für 20 Minuten nach Israel. Heute (Dienstag, 12.5.2009) melden wir uns live aus Jerusalem.
Shalom, liebe Zuschauer: Scheider meldet sich mit Blick auf die großen Heiligtümer des Tempelberges.
Erlaubt! In einer kurzen Moderation nähern wir uns der Klagemauer und stecken einen Wunschzettel in die Ritze der Mauer. Das ist erlaubt – aber nur mit Kippa auf dem Kopf! Die gibt es am Eingang der Klagemauer zur kostenlosen Leihe.
Noch ein Wunsch: Scheider steckt seinen Zettel zu den vielen tausend anderen Wünschen. Auch der Papst hat hier einen Wunsch plaziert. Er wünschte sich Frieden zwischen den Religionen.
Der Blick des Moderators: Das sieht ein Anchorman – ein grelles Licht (zum ohnehin grellen Sonnenlicht), eine Kamera, kilometerlange Kabel und die Aufnahmeleiterin Ira, die einem auch sagt, wie lange man überhaupt reden darf.
Hoher Besuch: Vorbesprechung mit unserem Studiogast – Pater Norbert Hofmann vom Vatikan! Er macht uns Hoffnung: Seine jüdischen Quellen zeigen sich erfreut und zufrieden über den Papstbesuch.
Kamera läuft: Kameramann Steppan (hoffe, er schreibt sich so und heisst so…;-) muss gut eine Stunde in der prallen Hitze ausharren. Wer sich hier nicht mit einem Sunblocker von Kopf bis Fuss eincremt, hat verloren.
Klick: Kameramann Micki wünscht ein Erinnerungsfoto mit Pater Hofmann.
Original und bibelecht: Der Westmauer-Tunnel links von der Klagemauer.
Was passiert? Eine dunkle Rauchwolke liegt über der Altstadt von Jerusalem. So etwas macht einen hier nervös. Aber: Nichts passiert.
Schatten suchen: Vor, während und nach der Sendung gilt nur eines – Schatten suchen und finden.
Strahlend: Die Kuppel der Grabeskirche in Jerusalem. Das Klima aus Weihrauch und Staub lässt jeden Sonnenstrahl klar und deutlich erkennen.
Hand auflegen: Der Salbungsstein, auf dem Jesus nach der Kreuzigung lag. Viele tausend Menschen legen täglich ihre Hände auf den heiligen Stein – oder küssen ihn gar.
Es werde Licht: Einsame Kerze auf einem der vielen hundert Altäre.
Traditionell und progressiv zugleich: Das Bild könnte auch 100 Jahre alt sein. Aber etwas stimmt nicht. Der Geistliche in der kleinen Kammer hat ein Handy am Ohr.
Botschaft: Wie lange mag wohl dieser Besucher hier „gekritzelt“ haben. Stein-Graffiti aus dem Jahre 1876 auf einer Brüstung.
Gegenverkehr: Munter düst ein Traktor mitten durch die Grabeskirche von Jerusalem. Fehlt nur noch eine Ampel, dann können wir alle einfach nur noch durchfahren.
In Liebe: Jemand hat eine rote Rose auf den Salbungsstein von Jesus gelegt.
Watching: Es gibt nur diesen Weg, um all die engen und dunklen Gassen der Jerusalemer Altstadt zu sichern und zu kontrollieren – Videokameras an allen Ecken und Enden.
Gassenhauer: Wir verlassen die Grabeskirche und gehen durch die Altstadt zurück ins Hotel. Klemens und Ira wollen sich nichts andrehen lassen.
Himmlische Gesänge: Aus einer Kirche dringen plötzlich Chorstimmen. Wir gehen hinein und lauschen. Dort singen Männer und Frauen „in Zivil“. Und wir stellen fest: Egal, was sie singen und wer sie sind – ein Chor klingt in Jerusalem immer anders als anderswo. Himmlisch eben.

DURCHATMEN IN TEL AVIV

Ein Teil des Teams düst zurück nach Tel Aviv. Man muss nach all den Eindrücken und Anstrengungen auch mal durchatmen und die Füße in den Sand stecken. Ein Sundowner steht an!

Kurzvisite in Tel Aviv: Wir nehmen noch eine Moderation am Strand von Tel Aviv auf. Es läuft erfreulich glatt und wir haben noch ein halbes Stündchen Zeit für ein Päuschen.
Weckt mich: Scheider geniesst die goldene Stunde in vollen Zügen. While Jerusalem prays, Tel Aviv plays – so sagt der Volksmund hier. Und genauso ist es. Nach einem hitzigen Tag in Jerusalem wirken die paar Minuten am Strand von Tel Aviv wie ein Kurzurlaub.
One beer please: Kamera-Team und Redaktion können zum ersten Mal nach einigen Tagen die Füsse in den Sand stecken.
Good times: Auch Regisseurin Carmen erholt sich vom Sendungsstress.
Fazit: Team-Co-Chefin Anja bespricht nochmal die Sendung heute aus Jerusalem – und den Plan für morgen in Bethlehem. Das Mittagsmagazin reist schließlich den päpstlichen Stationen in Israel immer nach.
Morgen ohne Micki: Unser Kameramann muss leider einen Tag aussetzen – morgen senden wir aus dem Westjordanland und haben dort ein palästinensisches Team!
Auf gehts: Ein letzter Postkarten-Blick – dann steigen wir ins Auto und düsen zurück nach Jerusalem – ins Hotel.

 

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MITTWOCH 13. MAI 2009: LIVE AUS BETHLEHEM


Grenzgänge: Rundgang in Bethlehem

Die Stadt im Westjordanland nahe Jerusalem beherbergt rund 30.000 Menschen. Der Name geht vor allem zur Weihnachtszeit rund um die Welt: Jesus Christus wurde in Bethlehem geboren. Und dort, wo einst der Stall lag, steht heute die „Geburtskirche“, in der mehrere Religionen eifersüchtig über den Geburtsort wachen. Seit 2006 fällt allerdings auch ein Schatten auf diese Stadt: Israel hat eine große Sicherheits-Mauer errichtet.

Zwischenstopp im Schatten: Wir müssen tanken – gleich neben der Mauer zwischen Israel und dem Westjordanland.
Kunstwerk? Kaum ein Meter ist noch frei – überall finden sich Sprüche, Zeichnungen und sonstige Protest-Kundgebungen.
Checkpoint: Ein Tor in der Mauer! Es öffnet sich einmal im Jahr – zu Weihnachten.
Fachmann: Unser Producer Mohammed erklärt uns die Hintergründe der Mauer. Sie versperrt zum ersten Mal seit 2000 Jahren einen historischen Weg zwischen Jerusalem und Bethlehem.
Der Stern von Bethlehem: Blick vom Rathausdach auf den noch leeren Marktplatz und die Geburtskirche von Jesus (hinten links).
Roter Teppich: In den Tagen zuvor arbeiten die Handwerker rund um die Uhr – hier an der Bühne für den Papst!
Portal monumental: Zwei Touristinnen posieren vor dem Eingang zur Geburtskirche. Für uns heisst es: Tief bücken und Kopf einziehen!
Einmal berühren: Ira und Carmen knien vor der Nische, in der Jesus geboren wurde…
… und so sieht die Stelle aus: Von einem silbernen Stern eingefasst können die Gläubigen in die Vertiefung hineinfassen.
Ich will auch mal: Scheider fasst mit der Hand „hinein“ und spürt ein abgegriffenes Stück Boden.
Museum: Carmen geht ein paar Schritte weiter und sieht sich die uralten Ölgemälde an – viele schon durch Kerzenruss und stickige Luft stark nachgedunkelt.
Er ist es: Dieses Bild kann man aber noch gut erkennen! Jesus auf dem Stroh sitzend.
Lichtblicke: Ein Meer von Kerzen erleuchtet die Jungfrau Maria.

Wir gehen auf Sendung…

…fast gleichzeitig mit der Ankunft des Papstes!

Alarmstufe Eins: Ein Wachposten auf dem Nachbardach versucht, den Überblick zu bewahren.
Sendung beginnt, läuft gut und Stefans Hemd klebt am Körper!
Er ist da! Auf dem Marktplatz von Bethlehem ertönen laute Benedetto-Rufe! Der Papst ist soeben vorgefahren und steigt aus.
Papamobil: Benedikt begrüsst die Menge.
Fan? Mittagsmagazin-Co-Chefin Anja lauscht dem Gottesdienst – und schützt sich vor der Sonne mit einer Vatikan-Fahne.
Das „Studio“: Schwer bewachter Moderationsplatz auf dem Dach des Rathauses. Der Soldat war aber freundlich und ließ sich sogar manchmal vor der Kamera blicken.
Tagesschau! Reporter Oliver steht Rede und Antwort für die Kollegen in Hamburg.

Leergefegt: Die päpstliche Route durch Bethlehem ist menschenleer. Nur ein paar Soldaten und Polizisten patroullieren.
Graffiti: Ein unbekanntes Wandgemälde, das nachdenklich macht.
Stärkung: Scheider greift sich an einer Straßenküche eine Falaffel – einen kleinen Kichererbsen-Knödel. Sehr lecker – und sozusagen eine Leibspeise hier.
Salam, liebe Zuschauer: Heute aufpassen – „Shalom“ ist die Begrüßung aus Israel, „Salam“ heisst es jedoch hier im Westjordanland!
Und dann gehts los: Scheider moderiert live aus Bethlehem – gut bewacht vom Scharfschützen nebenan.
Das Team nutzt eine kleine Warteschleife: Ausruhen auf der Treppe.

 

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DONNERSTAG 14. MAI 2009: LIVE AUS NAZARETH



Die biblische Stadt liegt im Norden Israels – rund zwei Autostunden von Jerusalem entfernt. Nazareth ist Heimat- und Vaterstadt von Jesus. Am Ort der Verkündigungs-Basilika hat die Jungfrau Maria von Erzengel Gabriel erfahren, dass sie den Sohn Gottes zur Welt bringen wird. Jesus kam jedoch in Bethlehem zur Welt – so wird gesagt – weil die römischen Statthalter eine Volkszählung durchführten und die Familienchefs (Josef) an ihre Geburtsorte reisen mussten.

Nett hier: Unsere Übertragungswägen stehen heute wirklich in einer hübschen Umgebung…;-)
Band in der Hand: Regisseurin Carmen läuft mit frischen Aufnahmen zum Ü-Wagen.
Reizend: Hier nochmal der Blick auf die TV-Technik vom Dach aus. Anheimelnde Hinterhof-Atmosphäre…
Schmeckts? Auf dem brütend heißen Dach haben sich vier Team-Mitglieder zum Essen verabredet. Es gibt Pizza aus der Papp-Schachtel.
Das Strahlen der Macherin: Chef-Organisatorin Leora vom Studio Tel Aviv kann schon „lächeln“ – bald ist das Mammut-Projekt Papstreise zuende. Heute der vorletzte Tag.
Regiebesprechung: Letzte Anweisungen kurz vor der Sendung!
Na Jungs? Nach der Sendung mischt sich Carmen unter die Kavallerie.
Aufgetischt: Das Team zieht sich in ein kleines arabisches Restaurant zurück – und kommt satt bis oben hin wieder heraus. Bei den 100 kleinen Vorspeisen-Tellern kann niemand widerstehen.

 

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Nazareth wartet: Ganz locker und auch mit leeren Straßen wartet der Wohnort von Josef, Maria und Jesus auf den Papst.
Alles roger: Sicherheits-Patrouillen düsen an den Absperrungen vorbei.
Mahlzeit: Am Rande der päpstlichen Route sitzt dieser Herr gerade zu Tisch.
Huch! Inkognito fährt hier gerade der Heilige Vater vorbei! Dabei haben alle auf das Papamobil gewartet.
Vatikan-Farben: Unten vor der Verkündigungs-Basilika empfangen Bürger und Urlauber den Papst mit wehenden Fahnen!
Einladung: Unsere Restaurant-Chefin Raida würde Benedetto sofort auf ein schönes Mittagessen und einen arabischen Kaffee mit dem rosigen Gewürz Kardamon einladen.
Windige Sache: Scheiders Frisur hält heute leider nicht – auf dem Dach des Bürogebäudes gehen ziemlich starke Böen ab. Aber ist das so wichtig – wie die Haare liegen?
Duett aus Rom: Producerin Katja und ARD-Vatikan-Korrespondent Michael lächeln. Das Interview mit Michael lief prima.
Salut: Zwei Sicherheitskräfte kommen auch bei Scheider gerne mit aufs Bild.

FREITAG 15. MAI 2009: LIVE VOM ÖLBERG



Zwei biblische Namen, die voller Geschichten stecken. Auf dem Ölberg soll das Grab von Maria und Josef liegen – sagt zumindest eine Theorie. Und: Im Garten von Getsemane hat Jesus die letzte Nacht vor der Kreuzigung verbracht. Manche Olivenbäume in dem zauberhaften Garten stehen seit mehr als 2000 Jahren hier – und vielleicht hat sogar Jesus unter einem von ihnen gelegen.

Bravissimo: Vatikan-Korrespondent Michael hat seinen Aufsager für die Tagesschau souverän „abgeliefert“.
Letzte Telefonate: Chef-Organisatorin Leora hat es bald geschafft. Während unserer Sendezeit fliegt der Papst ab – und zurück nach Rom! Das gigantische Projekt ist beendet!
Kleines Büro: Alles versammelt sich am Auto – Redaktion, Maskenbildnerin, Kameraleute.
Shalom, liebe Zuschauer: Wir gehen auf Sendung und erzählen auch die Geschichte von rostigen Schlüsseln…
… diese Schlüssel haben wir in einem Trödelladen in der Jerusalemer Altstadt gekauft. Es sind Haustür-Schlüssel. Als der Staat Israel vor 61 Jahren gegründet wurde, mussten die Palästinenser Häuser und Dörfer verlassen – und haben auf die Schnelle nur ihren Haustürschlüssel mitgenommen…
… auch in der Hoffnung, eines Tages in ihre Heimat zurückzukehren und ihre Häuser wieder aufzusperren. Es kam anders. Und das zeigen diese Schlüssel, die heute in den Trödelmärkten liegen. Einmal im Jahr erinnern die Palästinenser an diesen Tag der Vertreibung! Und dieser Tag ist heute – am Freitag!

DIE WOCHE IM HEILIGEN LAND

Ein Rundgang mit Stefan.

Konzentration bitte! Scheider geht seine Moderation im Garten noch einmal durch. Auch er erzählt die Geschichte von Jesus, der vielleicht unter dem ein oder anderen Olivenbaum hier gelegen hat…
Sitzplatz? Von wegen. Gleich nach der ersten Version (sitzend auf Olivenbaum) vertreibt uns ein Wächter. Und recht hat er. Übrigens, die Schuhe waren schon mal sauberer – aber Staub aus dem Heiligen Land gehört hier einfach dazu.
Kontrolle: Klemens lauscht der aufgezeichneten Moderation. Fazit: Wir machen’s nochmal.
Goldschimmer: Zwischen den Olivenzweigen spitzt der Felsendom durch.
Filmteam am Gartenzaun: Ständig kommen Pilger und Urlauber vorbei und fotografieren uns! Vor allem Russen: Unser Kringel mit der ARD-Eins ähnelt dem Logo eines großen russischen TV-Senders! Da meinen viele, wir kämen gerade frisch aus Moskau…
Respekt: Wunderschöne knorrige Bäume im Garten von Getsemane. Ein Schatz am Ölberg!
Alles im Kasten: Jetzt ab zur Location oben auf dem Ölberg. Das Mittagsmagazin beginnt in zwei Stunden!

 

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