VENICE BEACH 2008
Der grüne Blitz zur blauen Stunde
Wer das einmal erlebt hat, den lässt es nicht mehr los. Dieses Licht am Himmel, wenn es langsam dunkel wird. Dunkel? Von wegen. Los Angeles leuchtet immer. Tag und Nacht. "Hast Du den grünen Blitz gesehen?". Grüner Blitz? Stimmt. In dieser einen Sekunde, wenn die Sonne hinter dem Meer verschwindet - blitzt es einen Wimpernschlag lang grün auf. Und wenn Du abends auf dem Mulholland Drive stehst und die Stadt vor Dir glitzert wie ein Weltall voller Diamanten, dann findest Du keine Worte mehr. Das ist ganz einfach LA. Impressionen vom März 2008.

Hier am Pier: Eigentlich eine fürchterlich hässliche Konstruktion aus Beton und Stahl - der Pier am Venice Beach. Aber dafür läufst Du weit hinaus ins kalifornische Meer, ohne nasse Füsse zu bekommen.

Ruheoase: Mitten im brummigen Venice ein efeu-umranktes Bed-and-Breakfast-Haus im englischen Stil - das Venice Beach House. Super für eine handvoll Übernachtungen und sehr familiär geführt.
Venice Beach House
Das Venice Beach House hat seit 1911 seine Türen für Reisende geöffnet. Es gibt in den neun Räumen keine Zimmernummern, sondern nur Namen - wie "Abbot Kinney's Room" oder "Olympic Suite". Das Haus sieht aus wie eine typisch englische Bed-&-Breakfast-Absteige - und das macht es zu einer familiären Oase inmitten des brummigen Venice Beach. Zum Strand geht man 20 Schritte.

Venice at midnight: Nur ein paar Musikfetzen kommen von der Open-Air-Bar um die Ecke und duellieren sich mit dem Meeresrauschen. Die Nachtluft fühlt sich an wie Seide. Stell Dich einfach hier hin und sage ganz laut: Ich bin in Kalifornien!

Aussicht zum Niederknien: Auf dem Mulholland Drive liegt Dir die ganze Metropole zu Füssen. Vor allem zur blauen Stunde ein Lichtermeer, an dem Du Dich wundfotografierst.

Good morning America: Santa Monica wacht auf. Und man beginnt den neuen Tag mit einem kleinen Strand-Spaziergang.

Buntes Treiben: Sogar die Mülltonnen und die Palmen tragen hier Graffiti. Am späten Nachmittag kommen die Schmuckhändler, die Muskelmänner und die Gitarristen hinzu.
Zum Heulen: Der Flieger brummt über Venice Beach hinweg - auf dem Weg nachhause. Nochmal ein letzter Blick auf ein Lebensgefühl.

Und nochmal goldene Stunde: Die Skyline von Los Angeles in den Farben gold-violett. Die Stadt macht Feierabend und rüstet sich für die Nacht.

Surfin USA: Täglich schwärmen sie aus und reiten auf den Wellen. Ein Sport? Ja auch. Aber noch vielmehr ein Lebensgefühl, so sagt man.

Ausgesurft: Santa Monica am frühen Morgen. Die Herrschaften haben fertig - und schlüpfen jetzt gleich vermutlich in ihre Business-Klamotten.

Jog around the clock: Das geht in die Beine - Joggen im Sand. Alle 30 Sekunden kommt hier ein Runner vorbei und Du siehst keinen davon ohne iPod am Arm.

The Museum: Hoch über der Skyline von Los Angeles thront das Ghetty-Museum mit seinen Kunstschätzen.

Schöne & Reiche: Der Rodeo Drive in Beverly Hills. Die Kreditkarte hängt nur noch in Fetzen herunter und Du beschließt, nur noch zu schauen und nicht mehr zu kaufen. Und wenn Du Glück hast, läuft Dir zufällig Michelle Pfeiffer in die Arme...
Sunset: Täglich verschwindet der Feuerball in einer dramatischen Szene hinter dem Horizont. Und täglich ein neues Erlebnis. Vor allem, wenn Du den grünen Blitz siehst. Er taucht für eine Sekunde auf, bevor die Sonne verschwindet. Frag nicht, warum - sondern genieße es einfach.

Venedig bei Nacht: Blick vom Pier auf Venice Beach. Tausend Lichter, tausend Wellen und tausend Gedanken.

Golden moments: Wenn die Sonne ganz langsam ins Bettchen geht, taucht sie alles - von der Palme bis zum Strandhäuschen - in ein goldenes Licht. Alleine deswegen lohnt der Trip nach Los Angeles.
Hallihallo: Am nächsten Morgen sind sie wieder da - die Surfer.