



Max Mannheimer kommt 1920 in Neutitschein in der Tschechoslowakei zur Welt. Als Hitler 1938 das Sudetenland besetzt, flieht die Familie Mannheimer nach Ungarisch-Brod. Doch auch dort hat die Jagd auf die Juden begonnen. Sie dürfen ab 20 Uhr nicht auf die Straße, keine Parks mehr betreten und nur noch zwischen 15 und 17 Uhr in den Geschäften einkaufen. Am 27. Januar 1943 verschleppen die Nazis Max Mannheimer in das Konzentrationslager Theresienstadt.
Nur wenige Tage später steht die Familie in der Nacht vom ersten auf den zweiten Februar 1943 an einem der schlimmsten Orte der Menschheit: An der Todesrampe von Auschwitz. Die erste Selektion überleben nur Max und seine zwei Brüder Edgar und Ernst - alle anderen der Familie Mannheimer werden ermordet. Max Mannheimer trägt von nun an die Nummer 99728 am Unterarm. Nur Max und Edgar entkommen der Hölle von Auschwitz, werden nach Warschau und schließlich ins KZ Dachau transportiert. Im April 1945 befreien ihn und seinen Bruder amerikanische Soldaten in Seeshaupt.
Max Mannheimer lebt heute in München und hat auch durch die abstrakte Malerei einen Weg aus der Vergangenheit gefunden. Er besucht Schulen, berichtet von den dunklen Jahren und begleitet Schulklassen durch die Gedenkstätte in Dachau. In "Spätes Tagebuch" hat Max sein Leben aufgeschrieben. Am 6. Februar 2010 feiert er seinen 90. Geburtstag.





















