DAHOAM AM TEGERNSEE!

SCHEIDER UND DER SEE


Immer mal wieder klopft zuhause am Tegernsee eine Zeitung oder ein Portal an – und will wilde Sachen wissen…;-) Und 2018 geht das neue Exemplar der SEESEITEN an den Start! Mit dabei auf der letzten Seite: Scheider im Interview! Hier zum Nachlesen – und auch der Talk in „Das Beste der Region“ nochmal zum Schmökern!

DAS BESTE DER REGION

20 DEFTIGE FRAGEN


Auch „Das Beste der Region“ will wissen, wie Scheider tickt. Anbei ein Interview, bei dem Scheider ebenfalls schonungslos und heftig-deftig antwortet…;-)

Auch beim „Besten der Region“ hat Stefan einen Auftritt!

Auf welche Leistung sind Sie besonders stolz?

30 Jahre lang vor der Kamera zu stehen – ohne Vitamin B oder sich zu verbiegen! In dem Business gar nicht übel …;-)

Ärgern Sie sich über Kritik?

Anfangs ja, heute nicht mehr. Nehme mir Kritik aber immer zu Herzen – und fordere sie auch immer ein. Man sollte ja auch noch mit 55 dazulernen können.

Wohin geht Ihre nächste Reise?

Ein Kurztrip nach Amsterdam! Eine einzigartige Stadt, nah am Wasser gebaut und mit einem lockeren Straßenleben. Genau mein Ding!

Sind Sie ein Late-Night-Checker oder ein Early-Bird?

Leider beides. Deswegen manchmal ein Hauch zu wenig Schlaf.

Mit wem möchten Sie auf keinen Fall am Tisch sitzen?

Mit Donald Trump. Ist aber jetzt nicht politisch gemeint, sondern menschlich. So ein polternder Egomane mit merkwürdiger Frisur. Nicht mein Ding. Sollte er allerdings darauf bestehen, neben mir zu sitzen – von mir aus! Ich gebe natürlich auch ihm eine Chance … 😉

Posing bei minus 15 Grad: Der (weder geschenkte noch verbilligt gekaufte) Burberry-Schal muss mal wieder mit ins Bild…;-)

Wenn Sie einen Orden verleihen könnten, wer würde ihn bekommen?

Habe lange überlegt. Und ich glaube, Jupp Heynckes bekommt ihn! Wer im Herbst des Lebens noch so unglaublich einen Spitzenverein rockt und den ganzen Denker-Trainern Lehrstunden gibt – der hat einen Orden verdient! Oder anders gesagt: Schau nie aufs Alter – es ist nur eine Zahl!

Verraten Sie uns Ihr Lieblingsrestaurant?

Ich bin kein Sterne-Esser. Deswegen eine Etage drunter: Das Freihaus Brenner! Liegt sensationell und schmeckt immer gut. Und meine neue Liebe: Das Webers in Rottach! Kuschlig klein und großartige Karte!

Der beste Ort für den Ausklang einer durchfeierten Nacht?

Da brauche ich immer was Deftiges! Also gern eine Wurstküche oder ein Hotel mit Frühstücksbuffet. Zur Not tuts auch mal eine Raststätte…;-)

Wie kann man Sie kulinarisch verwöhnen?

Mit einer leichten Einfachheit! Ich will auch verstehen, was da auf dem Teller liegt.

Einer der schönsten Plätzchen am See: Das Aran in Tegernsee!

Wie entspannen Sie?

Ich flüchte immer gern ins Kranzbach! Wellness also. Und wenn das mal nicht geht, mache ich täglich 10 Minuten Biofeedback-Übungen. Ist wie ein Mini-Urlaub. Ach ja, ich wäre auch innerlich bereit für einen Yoga-Grundkurs (steht auf der To-Do-Liste ganz oben). Und sonst? Am Tegernsee joggen, an der Ostsee Küstenluft schnuppern und am Abend ein schönes Zigarrchen anzünden.

Das Stonehenge vom Tegernsee.

Ihre Vorbilder?

Früher hatte ich Moderations-Superstars als Vorbilder. Das hat sich völlig geändert. Ich schaue jetzt zu Leuten auf, die im Kleinen Großes vollbringen. Beispiel: Nach Weihnachten 2017 kommt ein 16-Jähriger zur Bahnhofsmission, legt 300 Euro hin und sagt, er hätte so viel Geld geschenkt bekommen – und möchte einen Teil davon abgeben! Das beeindruckt mich ziemlich. Solche Menschen machen die Welt ein wenig besser.

Welches Buch haben Sie zuletzt gelesen?

Ich verschlinge derzeit ein Buch nach dem anderen von der Literatur-Nobelpreisträgerin Swetlana Alexijewitsch! Ihre Stimmen-Sammlung zu Tschernobyl oder zum Ende der UDSSR fesselt mich bis in die Haarspitzen. Auch weil ich mich seit einer Russland-Reise in diesen riesigen Moloch Moskau regelrecht verknallt habe. Leider habe ich bald alle Werke durch. Mal sehen, was danach aufs Nachtkästchen kommt.

Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?

Eine Firma gründen und eine Vision aus meinem turbulenten Kopf in die Tat umsetzen. Und ich denke, das geschieht bald. Die Zeit ist reif …

Ihr Lieblingsgericht?

Alle Gourmets mal weghören: Für eine gute Fischsuppe tanze ich im Bikini auf der Theke!

Ihr größter Erfolg?

Hm, schwere Frage. Ich beantworte sowas nie gerne materiell, sondern mehr “geistig”. Daher: Mein größter Erfolg ist ein neues Wertesystem, das sich rund um den Fünfzigsten gebildet hat. Weniger Konsum und Ignoranz, mehr Nachhaltigkeit leben und die innere (!) Schönheit pflegen – durch Kunst oder Philosophie! Das gibt dem Leben einfach mehr Tiefe und mehr Intensität. Auch deshalb möchte ich heute kein einziges Jahr jünger sein.

Ihre größte Niederlage?

Meine größte Niederlage liegt vielleicht noch vor mir. Hinter mir sehe ich ehrlich gesagt nur kleinere Dramen, aber keine Jahrhundert-Niederlage.

Wofür haben Sie kein Verständnis?

Für Tierquälerei. Dafür habe ich nicht nur “kein Verständnis”, sondern entwickle ich eine geballte Wut im Bauch. Und unzählige Mitmenschen kaufen noch immer Anoraks mit Kaninchenfell oder anonymes Wühltisch-Fleisch für 99 Cent. Sowas zwickt mich gewaltig.

Das Leben ist zu kurz, um …

… sich über misslungene Golfschläge zu ärgern.

Wie definieren Sie Luxus?

In Bayern gesund und glücklich zu leben – das ist schon ein Luxus. Und da ich keinen DAX-Konzern gegründet habe oder besitze, lege ich die Messlatte freiwillig ein paar Stufen tiefer. Mit einem Lottogewinn würde ich aber eines sofort machen: Mir einen Chagall oder einen Picasso kaufen und ihn zuhause an die Wand hängen. Ein atemberaubendes Kunstwerk schlägt locker jede Rolex und jeden Porsche.

Haben Sie ein Lebensmotto?

Ja! Und es ist ganz banal, aber effektiv: Treffe die wichtigsten Entscheidungen im Leben immer mit dem Bauch, nicht mit dem Kopf.

Was wäre Ihre Henkersmahlzeit?

Currywurst mit Pommes. Da wären die Kalorien dann endlich mal egal.

 

 


SEESEITEN

ÜBER DEN SEE MIT SCHEIDER


In den Seeseiten vom März 2018 erscheint auf der letzten Seite ein Scheider-Interview. Sechs Fragen, sechs Antworten (Directors Cut – im Heft etwas gekürzt!)…

Die neugestalteten Seeseiten vom Tegernsee: Scheider inklusive!

Eine Fahrt über den Tegernsee – ist das Heimat für dich?

Ich wohne jetzt fast 30 Jahre hier in einer Bilderbuch-Landschaft, die jeden Fotokalender schmückt – und eine Fahrt über den Tegernsee an einem Sommertag mit Brotzeit an Bord – herrlich! Da kommt natürlich auch Heimat-Kitzel auf. Aber ich bin weniger der Typ, der das Wort in goldenen Buchstaben auf die schwere Fahne stickt. Als Sprössling einer Bundeswehr-Familie musste ich alle zwei bis drei Jahre umziehen – und irgendwo wieder ganz von vorn anfangen. Da schlägt man einfach keine tiefen Wurzeln. Klingt jetzt traurig, ist es aber ganz und gar nicht. Der Tegernsee ist wunderschön. Der Rest der Welt ist es auch!

Eher See – oder Berge?

Ganz klar: See! Meer! Küste! Ich bin ein Wassermensch und baue immer gern nah am Wasser, weil dort der Blick weiterschweifen kann und das Plätschern oder Rauschen einfach Musik in meinen Ohren ist. Kann jetzt das Ufer vom Tegernsee sein – gerne aber auch eine aufgewühlte Ostsee oder ein azurblaues Mittelmeer. Küstenluft ist Lebensduft!

Social-Media-Kracher: Auch Stefan darf sich in Szene setzen!

(Tegernseer) Helles oder Pils?

Oh je, jetzt verscherze ich es mir mit 50 Prozent aller Bayern: Weder noch! Ich bin ein großer Freund des Traubensaftes. Gerne weiß und kühl, das schmeckt mir sogar hochdroben auf der Alm. Ein Glaserl Weißwein, und Du kannst fast alles von mir haben…;-)

Der ideale Tag am See?

Och, das geht ganz leicht. Zuerst eine Joggingrunde hinter zum Seeglas und wieder zurück. Dann frisch geduscht schön am Ufer sitzen und – siehe oben – ein Glaserl Weißwein und eine feine Zigarre genießen. So könnte der ideale Tag aussehen. Also immer eine schöne Mischung aus Schwitzen und Sitzen.

Das Beste bis zum Schluss aufheben: Scheider-Interview auf der letzten Seite!

Deine nicht ganz so geheimen Geheimtipps für eine entspannte Laufrunde?

Haha, am See entlang – das ist mein Geheimtipp. So geheim, dass eine Joggingrunde manchmal zum Riesenslalom wird – immer schön den Spaziergängern und ihren Waldis ausweichen. Und wenn ich mal die Ruhe suche beim Laufen, dann geht’s einfach in Gmund „hinten raus“. Nicht zum See, sondern ins Pferde-Revier. Das hat was Meditatives und es begegnet einem höchstens mal eine Reiterin hoch zu Ross.

Wo trifft man dich im Frühling am ehesten?

Am ersten warmen Frühlingstag mit deutlich zweistelligen Temperaturen und Sonne satt sitz ich auf jeden Fall mal gerne draußen! Das kann jetzt sein: Der Biergarten im Gut Kaltenbrunn, ein Straßencafé in der Münchner Innenstadt oder zur Not auch die Kantinen-Terrasse beim BR. Ich bin durch und durch ein Draußenhocker – und zelebriere das auch gerne, wenn ich das eiskalt-matschige Wintergrau endlich mal abhaken kann. Und wenn ich das noch hinzufügen darf: Zu einem perfekten Frühlingstag gehören auch immer Vogelgezwitscher und Insektensummen! Das ist mir wichtig. Aber das verlieren wir offenbar gerade. Und darüber müssen wir dringend reden!

Fototermin im Sommeranzug um 10 Uhr morgens bei null Grad: (Sichtbare) Herausforderung für Stefan!